Fußball-Amateurbereich ist gespalten, 2-Klassen-Vereine in Berlin?

Seit Mai ist in Berlin wieder eingeschränktes Fußballtraining möglich, bis heute ist die Umsetzung durch mehrere Lockerungen einfacher geworden. Kabinen dürfen wieder genutzt werden, die Gruppengrößen sind de facto aufgehoben – über allem steht aber das geltende Abstandsgebot. Damit sind wettkampfnahe Trainingsformen und Trainingsspiele normalerweise nicht möglich. Grundvoraussetzung ist ein mit dem Bezirksamt abgestimmtes Hygienekonzept.

Die Voraussetzungen galten für alle Berliner Vereine – Ausnahmen gab es nur für die beiden Bundesligisten. Während um Berlin herum in Brandenburg und z.B. auch in Mecklenburg normales Training und sogar Spiele wieder möglich sind, sind in Berlin die Vorgaben restriktiver – aber nicht für alle Vereine (die Profivereine ausgenommen). Einige Berliner Vereine dürfen wieder ohne Einschränkungen trainieren. Entsprechende Hygienekonzepte wurden mit der Verwaltung abgestimmt, es gab eine Sondergenehmigung. Warum ist das nicht für alle Vereine möglich?

Diese Frage stellten sich auch Christian Hildebrandt und Gerd Thomas. Der Berliner Amateurfußball ist gespalten. In einem offenen Brief werden Sportsenator Geisel und den BFV-Präsidenten Bernd Schultz aufgefordert, für alle Vereine aktiv zu werden. Vordergründiges Ziel ist weniger die Aufhebung der Beschränkungen für alle, so sehnlich wir uns das auch wünschen, sondern die Gleichbehandlung ALLER Berliner Fußballvereine.

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